Wasser nicht privatisieren!
Die EU-Kommission hat folgenden Richtlinienvorschlag erarbeitet:
In Zukunft kann die Wasserversorgung in den europäischen Staaten privatisiert werden.
Zwar wird laut ZDF Informationen von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier beteuert,
…die EU-Kommission wolle die Wasserversorgung in Europa nicht zwangsprivatisieren…,
doch im Grunde eröffnet die neue Richtlinie beispielsweise, dass beispielsweise Stadwerke an Privatunternehmen verkauft werden können, um die Stadtfinanzen aufzubessern.
So wird es bereits in Portugal gemacht. Mit drastischen Folgen, wie das WDR-Magazin Monitor berichtet.
Welche Folgen hat die Privatisierung?
Es bedeutet, dass eines der wichtigsten Grundlebensmittel nicht mehr durch den Staat, sondern durch privatwirtschaftliche und damit gewinnorientierte Unternehmen verwaltet und verteilt werden kann. Das ist gefährlich, denn Menschen die nicht über genügend finanzielle Mittel verfügen, werden dadurch von der lebenswichtigen Ressource Wasser abgeschnitten.
Dabei ist Wasser als Lebensmittel überlebenswichtig und Grundbestandteil der Sanitärversorgung. Welche Auswirkungen zum Beispiel ein Leben ohne Seife und Wasser bedeutet könnt ihr in meinem Artikel zum Thema Vandalismus auf Schultoiletten lesen.
Sehr treffend hat es in den letzten Tagen der Komiker Erwin Pelzig im ZDF gesagt:
Das ist ein sehr schwarz gemaltes Bild, aber leider hat spätestens
die Finanzkrise gezeigt, dass der Markt sich leider nicht immer verbraucherfreundlich reguliert.
Was könnt ihr gegen die Privatisierung der Wasserversorgung tun?
Das Wasser ein Menschenrecht ist wurde bereits 2010 von den Vereinten Nationen beschlossen. Doch das geht nicht weit genug.
Im April 2012 wurde deshalb eine europäische Bürgerinitiative gegründet, die folgende Punkte fordert:
Wasser und sanitäre Grundversorgung als Garantie für alle Menschen in Europa.
Keine Liberalisierung der Wasserwirtschaft.
Universeller (globaler) Zugang zu Wasser und sanitärer Grundversorgung.
Alle Wahlberechtigten Europäer (in Deutschland 18+X Jährige) können sich online in eine offizielle Petition gegen das Vorhaben der EU eintragen.
Auf http://www.right2water.eu/de kann man sich innerhalb von 2 Minuten rechtskräftig eintragen.
Bitte teilt diesen Beitrag auf eurer SMV-Webseite oder Facebookseite und/oder macht an eurer Schule auf dieses Thema aufmerksam.
Aktuell hat die Initiative rund 944.000 von den geforderten 2.000.000 Stimmen, die bis Herbst 2013 erforderlich sind, um ein europäisches Grundrecht der Wasserversorgung auf den Weg zu bringen.
Es ist (wie oft), so einfach hier etwas zu verändern, aber wenn es keiner weiß, wird es nie so weit kommen.
Eure Unterstützung gegen die Privatisierung der Wasserversorgung:
- Links zum Thema auf eurer SMV Web-/Facebookseite posten
- Unterschriften an eurer Schule sammeln (Lehrer, Hausmeister, Oberstufler etc.)
- Eure Eltern dazu auffordern die Petition zu unterzeichnen
- Infomaterial an eure Schüler verteilen
- Die Sozialkunde-Lehrer ansprechen (Unterrichtsgespräch)
- Oder eine eigene Aktion starten.
Bitte verbreitet die Petition, auch wenn ihr selbst noch keine Unterschrift abgeben könnt.
Materiallinks:
- Informationen der “Bundeszentrale für Politische Bildung”
- Informationen , Unterschriftenlisten und Infoflyer der Gewerkschaft “ver.di”
- Video des WDR Magazins Monitor
- Petition der europäischen Bürgerinitiative
Wenn ihr etwas an eurer Schule gemacht habt könnt hier in den Kommentaren und/oder auf Facebook eure Erfahrungen teilen und weitere Schüler motivieren.
Macht Aufmerksam und
redet darüber!
Wer jetzt nicht aktiv dagegen ist, wird es in in der Zukunft bereuen!
